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Gemeinsam

Ich spate meinen Garten um. Ein Rotbrüstchen sitzt in seiner Winzigkeit jeweils zwei Meter vor oder neben mir auf den umgebrochenen Erdschollen. Mit seinen etwas mehr als Stecknadel grossen Augen beobachtet es mich aufmerksam. Vor meinen groben Spatbewegungen fürchtet es sich seltsamerweise nicht. Ich sage ihm, dass es in meinem Garten willkommen sei und ich mich über seine Anwesenheit freue. Es blickt mich an, hört mir zu und pickt immer wieder nach kleinen Käfern und Würmern. So verbringen wir fast eine Stunde miteinander.

Mattenarbeiten

Sofort beginnt ein Kampf. Er bemüht sich, meine Vorgabe zu erfüllen und die Augen zu öffnen. Vor Anstrengung grimassiert er dabei. Er kann die Augen jeweils kurz aufreissen, dann drückt, ja presst eine Gegenkraft sie wieder zu.

M.B.
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Hör auf mit dem Scheissatmen! sagt eine Stimme in mir. Wozu atmen? Wozu dieses verdammte, anstrengende Atmen, das nirgendwohin führt? Diese sinnlose Anstrengung – hör auf damit!

M.B.
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Ich lasse R. verstärkt atmen, was er ohne sichtbare Anstrengung tut. Nach kurzer Zeit fängt sein Becken an, sachte zu wippen. Seine Füsse werden unruhig, er fängt an, mit den Fusssohlen auf der Matte zu reiben.

M.B.
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Ich fühle ihr Sterben: Nur wenige Atemzüge noch, ganz ohne Anstrengung. Ein langsames, sachtes Weggleiten. Ruhe breitet sich in mir aus. Keine Angst. Keine Verzweiflung.

M.B.
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